Schlagwort: Wissenschaftsalltag

Offenkundig Bullshit

Kritisches Denken wird beworben wie nie zuvor. Zwar gibt es deutliche Unterschiede in der Auffassung darüber, wie das konkret auszusehen hat (immerhin halten sich auch Flache-Erde-Gläubige für besonders kritische Köpfe), aber die generelle Intention ist ja schon mal lobenswert. Häufig wird die Sorge geäußert, wissenschaftliche Studien könnten gekauft sein – und zwar heimlich, sodass für den Leser einer Veröffentlichung nicht ersichtlich ist, ob dem Ergebnis zu trauen ist oder nicht.
Gekaufte oder gefälschte Resultate existieren natürlich und sind durchaus ernst zu nehmen. Trotzdem ist das Problem in der Wissenschaft weniger groß, als man vielleicht glauben mag. In der weiteren Veröffentlichung der Ergebnisse allerdings schon. Ich erkläre anhand einer Beispielstudie, wieso die Finanzierung der Studie nur zweitrangig ist – und darüber hinaus eigentlich sehr gut erkennbar. Weiterlesen

Der Psycho in der Familie

Um bei der Metapher von Tante Hildes Geburtstagsfeier zu bleiben: Besonders pikant wird die Situation, wenn mein Studium ins Spiel kommt. Gestatten: Psychologie-Studentin, in ein paar Wochen gibt’s eine Rose, äh, den Bachelor, meine ich.

Na, Lust eine Runde Klischee-Bingo mit mir zu spielen? Ich mache ja „was mit Menschen“, entsprechend kann ich „Gedanken lesen“, „analysiere“ meine Mitmenschen pausenlos und vergebe jetzt schon mal Plätze auf meiner zukünftigen „Couch“. Was den Leuten sonst noch im Kopf rumschwirrt ist allenfalls der knackige NC, womöglich verbunden mit dem geplatzten Traum des eigenen Psychologie-Studiums.
Vielleicht ist es eine ganz gute Idee, die gängisten Mythen über mein Studium hier mal zu listen, denn dann kann ich bei Tante Hildes nächster Feier einfach auf den Blogeintrag verweisen, anstatt dieselbe Leier wieder und wieder runterzunudeln. Weiterlesen

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