Schlagwort: Sozialpsychologie

Mäh, ihr Schafe! – Gruppeneffekte online

Menschen sind Herdentiere. Das merkt man spätestens im Internet. Auf Fanpages rottet man sich zusammen und für jeden Themenbereich gibt es auch eine Facebook-Gruppe. In den typischen Gruppen für jede Stadt gibt es neben diversen Verkaufsangeboten von Sperrmüll immer wieder mittelschwere Verbal-Prügeleien über tote Tauben auf unerreichbaren Dächern, Feuerwehr-Einsätze, Hubschrauber (ganz wichtig) und natürlich Flüchtlinge. Dort treffen aber auch sehr unterschiedliche Charaktere aufeinander; homogener sieht es in Gruppen aus, wo die Mitglieder eine Ansicht teilen, nicht nur einen Wohnort. Für oder gegen Impfen, pro oder anti Homöopathie – in jedem „Lager“ gibt es sie. Was macht das mit dem Meinungsaustausch in- und außerhalb dieser Gruppen? Es gibt da ein paar Fallstricke, in die man sich leicht verwickeln kann. Weiterlesen

Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage?

Manchmal habe ich Lust, mir ein neues populärwissenschaftliches Buch zu kaufen. Dann stiefele ich entschlossen in die Buchhandlung, stelle mich in bester Cowboy-Manier vors Regal – und drehe dann wieder um und stürme mit fest zusammengepressten Augenlidern wieder nach draußen. Weizen macht dumm. Zucker auch. Handys auch. WLAN auch. Und wenn wir unsere Selbstheilungskräfte aktivieren wollen, dann dürfen wir nur noch rotes Gemüse essen, nur noch mit dem linken Fuß aufstehen und müssen außerdem alle zwei Monate drei Katzen bei Vollmond opfern. Vielleicht noch die Seminare des Autors besuchen. Wenn ich dann was mit „Hirnforschung“ und „Sozialpsychologie“ lese, ahne ich das Schlimmste. Trotzdem habe ich diesmal zugegriffen. Und nein, kein Spoiler im Einstiegstext. Das wäre zu einfach. Fazit gibt’s am Ende. Weiterlesen

© 2018 Ein Glas Rotwein

Theme von Anders NorénHoch ↑