Schlagwort: Methodik

01 – I’ve got the power!

Lars und die Welt hat zur Replikation von Emotos Reis-Experiment aufgerufen. Ich halte das für eine tolle Gelegenheit, Schritt für Schritt die Planung, den Ablauf und die Auswertung eines Experiments zu erklären. Dieser erste Post zu dem Thema dreht sich um die allerersten Schritte der Versuchsplanung und speziell um die Frage: Wie viele Proben mit Reis brauche ich eigentlich, um meine Frage zu beantworten? Wir steigen ein in ein ganz winziges Bisschen Statistik mit dem Tool G*Power. Und ihr könnt es alle nachmachen! Weiterlesen

Challenge (not) accepted? Nachweis-Wettbewerbe von Parawissenschaften

Manchmal wird es Wissenschaftlern zu bunt: Hunderte von Papers, die ein Phänomen nicht replizieren können oder gar in der Lage sind, behauptete Wirkprinzipien zu widerlegen. Minutiöse Ausklamüserungen von Naturgesetzen, die schlussfolgern: Das, was ihr da behauptet, kann gar nicht funktionieren! Das Ergebnis: taube Ohren. Anekdotische Evidenz, also persönliche Erfahrungsberichte, werden oft höher gehandelt als systematische Untersuchungen.
Also, beschließt die Forschung, machen wir das genau so: Wir schaffen einen Einzelfall, der die Debatte (medienwirksam) klären soll! Ein Wirksamkeitsnachweis gegen Preisgeld!
Passt das zum Geist der Wissenschaft? Und wen kann man damit überhaupt überzeugen? Weiterlesen

Muss man Liebe beweisen – und wenn ja, wie?

Wie misst man eigentlich Beziehungserfolg? Gar keine so einfach zu beantwortende Frage. Jeder hat da etwas andere Kriterien und diese sind wiederum nicht immer ganz lupenrein zu definieren. Geschweige denn zu messen. Gerade vor diesem schwammigen Hintergrund muss ich mir ja auch die Frage stellen: Sollte ich Beziehungserfolg überhaupt messen? Vielleicht nicht als Privatperson. Da tue ich das sowieso ganz subjektiv und automatisch. Anders sieht es jedoch aus, wenn ich Menschen Beziehungserfolg verkaufe und den Wert meines Produkts überprüfen möchte. Finde ich zumindest. Parship nicht. Genauer gesagt gehen unsere Vorstellungen von Beweisen ein wenig auseinander. Weiterlesen

Offenkundig Bullshit

Kritisches Denken wird beworben wie nie zuvor. Zwar gibt es deutliche Unterschiede in der Auffassung darüber, wie das konkret auszusehen hat (immerhin halten sich auch Flache-Erde-Gläubige für besonders kritische Köpfe), aber die generelle Intention ist ja schon mal lobenswert. Häufig wird die Sorge geäußert, wissenschaftliche Studien könnten gekauft sein – und zwar heimlich, sodass für den Leser einer Veröffentlichung nicht ersichtlich ist, ob dem Ergebnis zu trauen ist oder nicht.
Gekaufte oder gefälschte Resultate existieren natürlich und sind durchaus ernst zu nehmen. Trotzdem ist das Problem in der Wissenschaft weniger groß, als man vielleicht glauben mag. In der weiteren Veröffentlichung der Ergebnisse allerdings schon. Ich erkläre anhand einer Beispielstudie, wieso die Finanzierung der Studie nur zweitrangig ist – und darüber hinaus eigentlich sehr gut erkennbar. Weiterlesen

Quarks mit Sauce

Ich weiß, ich weiß. Es ist fast schon langweilig. Die Journalisten sagen, die Wissenschaftler sind sich nicht einig und erzählen den ganzen Tag nur Quark. Und die Wissenschaftler sagen, die Journalisten verzerren (aus Imkompetenz oder Sensationsgeilheit) Forschungsergebnisse und erzählen den ganzen Tag nur Quark. Ich gehöre zum „Team Wissenschaft“ und muss gestehen, dass man auch Forscher ordentlich Bullshit von sich geben hört, aber das macht den gequirlten Unfug, den populärwissenschaftliche Magazine so von sich geben, auch nicht wertvoller. Weiterlesen

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