Schlagwort: Methodik (Seite 1 von 2)

03 – Auch ein blindes Huhn findet mal ein (Reis-)Korn

Eine der großen Fragen des Reis-Experiments war: Wie sorgen wir dafür, dass es verblindet ist? Denn wenn ich beurteilen muss, ob ein Glas verschimmelt ist oder nicht, darf ich nicht davon beeinflusst sein, wie es beschriftet ist. Einfach abdecken geht nicht – sonst weiß man ja nicht mehr, ob man den Reis beschimpfen oder sich bei ihm bedanken soll. Hier erfahrt ihr mehr über unsere Strategie, mit der wir das Problem angegangen sind. Weiterlesen

Warum gesunde Menschen andere Cola trinken als Hirngeschädigte

Es klingt nach dem ultimativen Clickbait-Titel und außerdem furchtbar absurd, aber der Marken-Kampf zwischen Cola und Pepsi kann in Verbindung mit Hirnschäden genutzt werden, um die Verarbeitung von Werbung im Gehirn besser nachvollziehen zu können. Genauer gesagt die emotionalen Komponenten, die ein Markenbild in der Werbung ausmachen.
Das ist nebenbei noch furchtbar unterhaltsam, sodass ich erst mal Feuer und Flamme war von der Methode war – leider ist es nicht ganz so einfach. Ein Einblick in die Kniffligkeit der Neuro-Forschung. Weiterlesen

01 – I’ve got the power!

Lars und die Welt hat zur Replikation von Emotos Reis-Experiment aufgerufen. Ich halte das für eine tolle Gelegenheit, Schritt für Schritt die Planung, den Ablauf und die Auswertung eines Experiments zu erklären. Dieser erste Post zu dem Thema dreht sich um die allerersten Schritte der Versuchsplanung und speziell um die Frage: Wie viele Proben mit Reis brauche ich eigentlich, um meine Frage zu beantworten? Wir steigen ein in ein ganz winziges Bisschen Statistik mit dem Tool G*Power. Und ihr könnt es alle nachmachen! Weiterlesen

Challenge (not) accepted? Nachweis-Wettbewerbe von Parawissenschaften

Manchmal wird es Wissenschaftlern zu bunt: Hunderte von Papers, die ein Phänomen nicht replizieren können oder gar in der Lage sind, behauptete Wirkprinzipien zu widerlegen. Minutiöse Ausklamüserungen von Naturgesetzen, die schlussfolgern: Das, was ihr da behauptet, kann gar nicht funktionieren! Das Ergebnis: taube Ohren. Anekdotische Evidenz, also persönliche Erfahrungsberichte, werden oft höher gehandelt als systematische Untersuchungen.
Also, beschließt die Forschung, machen wir das genau so: Wir schaffen einen Einzelfall, der die Debatte (medienwirksam) klären soll! Ein Wirksamkeitsnachweis gegen Preisgeld!
Passt das zum Geist der Wissenschaft? Und wen kann man damit überhaupt überzeugen? Weiterlesen

Muss man Liebe beweisen – und wenn ja, wie?

Wie misst man eigentlich Beziehungserfolg? Gar keine so einfach zu beantwortende Frage. Jeder hat da etwas andere Kriterien und diese sind wiederum nicht immer ganz lupenrein zu definieren. Geschweige denn zu messen. Gerade vor diesem schwammigen Hintergrund muss ich mir ja auch die Frage stellen: Sollte ich Beziehungserfolg überhaupt messen? Vielleicht nicht als Privatperson. Da tue ich das sowieso ganz subjektiv und automatisch. Anders sieht es jedoch aus, wenn ich Menschen Beziehungserfolg verkaufe und den Wert meines Produkts überprüfen möchte. Finde ich zumindest. Parship nicht. Genauer gesagt gehen unsere Vorstellungen von Beweisen ein wenig auseinander. Weiterlesen

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