Manche Headlines wirken eine magische Anziehungskraft auf mich aus. Heute früh weckte mich die Süddeutsche mit einem Artikel, der besagte: „Die Erfahrungen von Müttern im Kreißsaal und auf der Wöchnerinnenstation sind umso negativer, je größer die Klinik ist.“ Gleichzeitig sitze ich auch vor meinen Lernunterlagen der anstehenden Klausurphase und was mich beim Stoff für Diagnostik – Testen und Entscheiden am meisten fasziniert, ist das sogenannte Simpson Paradoxon. Dabei geht es um scheinbar gegensätzliche Zusammenhänge in ein und demselben Datensatz – je nachdem, wie man ihn betrachtet. Das hat gar nicht unbedingt mit verdrehter Statistik zu tun und schon gar nicht mit gefälschten Daten. Die sich ergebenden Muster in den Daten sind echt und die Interpretation ist gar nicht so einfach.

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