Kategorie: longdrinks (Seite 1 von 3)

Von einem Longdrink hat man wie der Name schon sagt länger was. Alle Posts in dieser Kategorie brauchen entsprechend ein Weilchen, bis man damit durch ist. Dafür sind sie dann auch ein Rundumschlag, bei dem ich so tief ins Glas geschaut habe, wie ich kann. Und ja, das ist immer noch als bildhafter Vergleich zu betrachten.

Was tut die Wissenschaft eigentlich gegen die Krise?

Ich durfte mich auf dem 51. DGPs-Kongress in Frankfurt herumtreiben, der sich unter dem Motto „Psychologie gestalten“ viele Aspekte von Open Science, Wissenschafskommunikation, Fake News und Wissenschaftsstrukturen zur Brust nahm. Dabei war ich selbst überrascht, wie viele vielversprechende Projekte für mehr Transparenz in der Wissenschaft bereits existieren – in meinem Newsfeed findet sich ebenfalls häufiger Schlagwörter wie „Krise!“ als „Lösung“. Deswegen möchte ich einen Teil der Konferenz auch an euch da draußen herantragen. Weiterlesen

Psychopathen, Psychopathen überall

Steile These von Ärzte gegen Tierversuche: Wer Tierversuche durchführt, hat eine pathologische Persönlichkeit. In den Kommentarspalten wird aus „psychopathologisch“ schnell mal „psychopathisch“ und überhaupt sei der Tierexperimentator generell von mangelnder Empathie im klinischen Ausmaß geprägt. Was ist dieses Psycho-Patho-Dings jetzt eigentlich, haben Tierversuchsforscher mehr davon und ab wann wird man vom Tierexperimentator zum Serienmörder?  Weiterlesen

12 Punkte für die Wahltheorie

Jeder von uns hat sein guilty pleasure. Irgendwie gesteht gefühlt jeder zweite intellektuelle Blog heimlich ein, das Dschungel-Camp zu gucken. Das reizt mich persönlich so gar nicht, aber dafür bin ich überzeugter Eurovision-Song-Contest-Anhänger. Jedes Jahr wird ein Rudelgucken mit Freunden organisiert und in der Regel wird auch auf die Reihenfolge der Teilnehmer gewettet. Das Beste daran: Auch aus Daten-Nerd-Perspektive lässt sich wunderbar am ESC herumtüfteln. Ein kleine Einstimmung auf den Contest heute Abend.

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Bioresonanz – Schwung aus der Kiste

Wie viele schlechte Wortwitze zum Thema Schwingungen, Energie und Co. kann man in einen einzelnen Blogpost packen? Finden wir es heraus! Es wird spannend. (Ha ha, weil – Spannung, versteht ihr? Okay, an der Qualität der Witze arbeite ich noch.)
Es gibt Themen, die so offensichtlicher Quatsch sind dass ich denke, da lohnt es sich gar nicht, drüber zu schreiben. Weiß doch jeder, dass das nicht stimmt. Wie Horoskope zum Beispiel. Aber für jeden Quatsch auf der Welt gilt: Irgendwo gibt es jemanden, der nicht merkt, dass es Quatsch ist. Und im Falle von Bioresonanz scheinen es eher mehr als weniger zu werden. Genau genommen ist es bei der Bioresonanz sogar kniffliger als bei herkömmlichem Bullshit. Flache Erde, Heilung ohne Wirkstoff oder Außerirdische fallen schnell als Humbug auf. Gestörte Zellkommunikation und die Messung von Frequenzen im Körper klingt viel weniger offensichtlich nach Quatsch. Deswegen möchte ich Bioresonanz als schönes Beispiel nutzen, wie man völlig gequirlte Scheiße mit ein paar wissenschaftlich klingenden Begriffen und professionell aussehenden Geräten als scheinbar brauchbare Methode verkaufen kann. Und anhand welcher Details man den Krempel trotzdem entlarven kann. Weiterlesen

Offenkundig Bullshit

Kritisches Denken wird beworben wie nie zuvor. Zwar gibt es deutliche Unterschiede in der Auffassung darüber, wie das konkret auszusehen hat (immerhin halten sich auch Flache-Erde-Gläubige für besonders kritische Köpfe), aber die generelle Intention ist ja schon mal lobenswert. Häufig wird die Sorge geäußert, wissenschaftliche Studien könnten gekauft sein – und zwar heimlich, sodass für den Leser einer Veröffentlichung nicht ersichtlich ist, ob dem Ergebnis zu trauen ist oder nicht.
Gekaufte oder gefälschte Resultate existieren natürlich und sind durchaus ernst zu nehmen. Trotzdem ist das Problem in der Wissenschaft weniger groß, als man vielleicht glauben mag. In der weiteren Veröffentlichung der Ergebnisse allerdings schon. Ich erkläre anhand einer Beispielstudie, wieso die Finanzierung der Studie nur zweitrangig ist – und darüber hinaus eigentlich sehr gut erkennbar. Weiterlesen

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